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Die Marmorkirche

MK guld frontDie Marmorkirche – auch Frederikskirche genannt – wurde 1894 eingeweiht. Der Grundstein der Kirche jedoch war bereits 1749 gelegt worden, als Frederik V. den Stadtteil Frederiksstaden anlegte. Eine gigantische Zentralkirche sollte sich über die Paläste und Bürgerhäuser als Königskirche eng angelehnt an den Schlosskomplex Amalienborg erheben. Zu diesem Zeitpunkt plante der Architekt des Stadtteils, Niels Eigtved, den Bau einer Rokokokirche in norwegischem Marmor. Daher wird sie heute noch Marmorkirche genannt, obwohl nur der untere Teil in Marmor ausgeführt ist. Als er 1754 starb, übernahm Lauritz de Thurah zunächst das Projekt und danach im Jahre 1756 der Franzose Nicolas Henri Jardin. Er änderte die Pläne in eine klassizistische Kirche aus Marmor, die so teuer wurde, dass J.F. Struensee den Bau stoppte.

Etwa 100 Jahre  verblieb das bis zu 19 m hohe Bauwerk eine halbfertige Bauruine und in der Zwischenzeit – im Jahre 1849 – ging Dänemark vom Absolutismus über zur Demokratie. Was das absolutistische Königtum nicht vermochte, führte der Geschäftsmann und Industrielle C.F. Tietgen durch. Er kaufte die Ruine 1874 vom Finanzministerium mit der Auflage, die Kirche zu vollenden – und 1894 konnte sie eingeweiht werden.

Der Architekt Ferdinand Meldahl kombinierte die bestehenden Mauern mit einem von der Peterskirche deutlich inspirierten Kuppelbau im römischen Barockstil; besonders die Kuppeln haben eine frappierende Ähnlichkeit mit der Peterskirche. Aus wirtschaftlichen Gründen musste man den Plan, das Bauwerk in norwegischem Marmor zu vollenden, aufgeben; anstatt wurde heimischer Kalkstein aus Øland und Fakse verwendet. Auch bei der Innenausstattung musste man sich bescheiden und verwendete Stuck und gemalte Ausschmückungen. Trotz allem gelang es, ein bedeutendes ganzheitliches Bauwerk zu schaffen, dessen größte bauliche Leistung die mächtige Kuppel von 30 m Innendurchmesser ist. Die mit Kupfer gedeckte Kuppel erhebt sich über einen von Säulen geschmückten Tambour  ganz nach dem Vorbild des römischen Barocks. Um die Mittel für das teure Dach zu beschaffen, wurden kupferne Gegenstände und Spenden gesammelt; das Kreuz auf der Kuppel wurde Tietgen von seinen Mitarbeitern geschenkt. Es wurde 1883 zu Grundtvigs hundertstem Jahrestag am 8. September enthüllt.

Für Tietgen war die Kirche nicht nur ein Geschenk des Volkes an das Königshaus, sondern auch ein Monument für N.F.S. Grundtvig und den Grundtvigianismus. Eine Statue von Grundtvig und eine des Gründers der dänischen Kirche Ansgar nehmen den vornehmen Platz zu beiden Seiten des Haupteingangs ein. Statuen biblischer Gestalten sowie berühmter Personen der dänischen und internationalen Kirchengeschichte umgeben die gesamte Kirche.

Interessant sind auch die kolossalen und verwitterten Marmorkapitelle, die im Gras hinter der Einfriedung hervorschauen. Sie sind Reste des Bauplatzes des 18. Jahrhunderts und zeigen, welch großartiges Bauwerk man aufzuführen gedachte.

Die Betreibergesellschaft der Metro plant den Bau einer Haltestelle an der Marmorkirche.

Die Münze ist erhältlich in Gold-, Silber- und Kupferfinish.

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